Die Vereinsgeschichte

Man schreibt das Jahr 1922 ......

 

Der 1 Weltkrieg und die Monarchie hatten ein unrühmliches Ende gefunden. Betriebe vergrößern sich rasch. Der Bergbau in Herringen zog viele Menschen aus allen Teilen des Landes an, weil sie hier eine Chanze sahen, Arbeit zu finden.

 

Die typischen Bergbaukolonien wuchsen schnell in die Höhe. Die "Alte Kolonie" wurde erweitert und man begann mit der Teufung von Schacht Franz.

 

Nach den entbehrungsreichen Kriegjahren begannen die Menschen langsam wieder ein kulturelles Leben aufzubauen. Vereine wurden gegründet, Sportplätze gebaut und auch ein Interesse für das Laienspiel war vorhanden.

 

So gründeten in Herringen Männer und Frauen einen Verein, der sich das Theaterspielen zum Ziel genommen hatte.

 

Im Saal "Schulze zu Wiesch" - heute ist dort die Apotheke Specht - wurde der Name

" THEATERVEREIN EDELWEISS " zum ersten mal genannt. Zunächst einmal wurde nur vor eigenen Mitgliedern gespielt, aber schon bald folgten Sketche und Theaterstücke für ein größeres, "öffentliches Publikum".

 

 

Abschnitt 1933 - 1945 ......

 

Wilhelm Biermann übergab den Vorsitz an August Pommowitz weiter. Neue Satzungen, regelmäßige Vorstands und Mitgliederversammlungen sorgten für ein reges Vereinsleben. Der Faschismus von 1933 bis 1945 erschwerte auch die Existenzbedingungen des Theatervereins. Ab Februar 1939 führte der Kunstfreund Otto Meier den Theaterverein. In den Kriegsjahren fanden keine öffentlichen Theaterabende statt. Man war bemüht, ein internes Vereinsleben aufrecht zu erhalten. Unter den Gleichschaltbedingungen der "Herren" spielte man für 'Herringer Organisationen, gestaltete Feierstunden, Prologe für Festveranstaltungen und bunte Abende.

Nach dem Krieg wöllten die Menschen endlich wieder mit allen "Sinnen" leben. Sie wollten wieder ins Theater gehen und es fanden sich auch wieder viele Theaterfreunde, die selbst spielen wollten. So begann der Neuaufbau des

" THATERVEREIN EDELWEISS".

 

 

Abschnitt 1945 - 1955 ......

 

Ab 1945 spielte der Verein wieder für das Herringer Publikum. Ebenso bildete sich 1945 der Kultur- und Sportring Herringen.

Der "THEATERVEREIN EDELWEISS" wurde unter dem Vorsitz von Alwin Lindner zum festen Bestandteil in diesem Kultur- und Sportring. Nach den schweren Kriegsjahren beteiligten sich sehr viele "Herringer" an den Veranstaltungen un Aktivitäten des Kultur- und Sportringes Auch der "THEATERVEREIN EDELWEISS" hatte sehr viele begeisterte Zuschauer bei seinen Veranstaltungen.

Die Bühne "Schulze zu Wiesch" machte es möglich, ein breites Repertoire aufzuführen, so z.B. auch Operetten, wie "Die Räubertochter" oder das  Drama "Henkerssohn und Zigeunerin".  Dank der großen Besucherzahlen ging es dem Theaterverein in dieser Zeit auch finaziell gut.

 

 

Abschnitt 1955 - 1965 ......

 

Aber die Zeiten änderten sich .......

 

Das Fernsehen wurde zum starken Konkurrenten der kulturtragenden Vereine und auch für den

"THEATERVEREIN EDELWEISS" begann eine  schwere Zeit. In dieser Zeit blieb uns aber auch das Publikum treu.

Wir bedankten uns mit solchen Auffürungen wie z.B. dem Schwank "Der keusche Lebemann" und die Jugendgruppe spielte "Ein Königreich zu vergeben". Höhepunkte waren die Operetten "Der Postillon von Rhodendorf" un die

"Winzerin Rosemarie" sowie das Dramenstück

"Das Kreuz im Tannengrün".

In diesen Jahren wurden jährlich 2 Ausstattungsstücke aufgeführt. Der Verein unter Vorsitz von Heinrich Ernst und unter der Regie von Erich Klein erspielte sich mit den Spielern in der Herringer Öffentlichkeit ein hohes Ansehen. Auch des interne Vereinsleben kam nicht zu kurz: Busfahrten ins Ahrtal, ins Sauerland, in den Teuteburger Wald sowie Weihnachtsfeiern wurden durchgeführt.

Es war eine erfolgreiche Periode des

"THEATERVEREIN EDELWEISS", die "Herausforderung der Neuen Zeit" wurde hervorragend gemeistert.

 

 

Abschnitt 1965 - 1975 ......

 

Die Bitte des Kultur- und Sportringes, mehr für die Vereine und Organisationen zu spielen, kam der

"THEATERVEREIN EDELWEISS" nach. Viele Einakter und Bunte Abende, Unterstützung bei den Veranstaltungen der IGBE gehörten dazu. Die Operette "Die schönen Müllerin", Schwänke von Arnold Bach usw. wurden aufgeführt.

Höhepunkte zu dieser Zeit waren die Schwänke " Der

Meisterboxer ; Lore vor dem Tore ; und"Ein Paul Linke Abend".

Vor Beginn einer jeder Theatersaison erholten sich die Mitglieder des "THEATERVEREIN EDELWEISS" drei Tage in der SGV-Hütte in Meggen. Mit 40 - 50 Kunst-

freundinnen und Kunstfreunden wurde diese Zeit durch Wanderungen, Hüttenabende und als Höhepunkt das traditionelle Schützenfest zu einem Erlebnis für Jung und Alt.

Unter dem Vorsitz von Alfred Niems und der Regie von Siegfried Brehmer konnte der Theaterverein auf weitere 10 erfolgreiche Jahre zurückblicken.

 

 

Abschnitt 1975 - 1985 ......

 

Es begannen die bisher schwersten Jahre des Theater-

vereins. Die Preise gingen steil nach oben. Kostümverleiher und Musikkapellen verlangten mehr Geld. Dennoch schaffte der Theaterverein über die nächsten Jahre hinwegzukommen. Operetten konnten nicht mehr aufge-

führt werden. Dafür wurde das Singspiel "Verliebte Leute", der Schwank "Strandkorb 13" und "Die verrückte Kaserne" zum Kassenschlager. Es wurde in Herringen, und über die Grenzen der Gemeinde Herringen hinaus bekannt. Finanziell mußte der Theaterverein ums Über-

leben kämpfen

Unter dem Vorsitz von Josef Scholz, Regie von Heinrich Scholz und Fritz Seel, sowie der neuen Kassiererin Gabriele Alewelt brachte man auch diese 10 Jahre über die Runden.

 

 

Abschnitt 1985 - 1997

 

1983 gab es einen Führungswechsel im Theaterverein. Neuer Vorsitzender wurde Klaus Alelwelt.

Das Vereinsleben veränderte sich erheblich. Es wurde viel Neues erprobt und durchgeführt. Hatte man sich bisher zu wenig um das gemütliche Beisammensein gekümmert und mehr auf das Theaterspielen geachtet, so wurde dies geändert. Die Hüttenfahrt von Josef Scholz Ende der 50er Jahre eingeführt fand auch zu diesem Zeitpunkt noch großen Anklang. 1987 zog man von der SGV-Hütte Meggen in das SGV- Jugend und Wanderheim Bamenohl um.

Weitergeführt wurde auch die Grillparty in der "Alten Schule" in Sandbochum. Hinzu kam eine Radtour, die in den folgenden Jahren von Ulrich Gantowski organisiert und durchgeführt wurde. Weithin wurden Karnevalsfeiern, Kegelabende, Vater und Muttertagsausflüge und Sommerfeste durchgeführt.

Es wurde ein wöchentlicher Klönabend eingeführt, der heute noch Bestand hat.

Hier heißt es "Fürjeden etwas, alles für den Verein". Das Theaterleben kam keinesfalls zu kurz. Höhepunkte waren die Stücke "Blaues Blut und Erbsensuppe", "Ein Mann für meine Frau" und "Charlys Tante".

Nach Abriss des Vereinlokals "Nordstern" an der Fritz-Husemann Str. zog der Theaterverein in die Jahnschule um. Nach kurzen Anfangsschwierigkeiten wurde der Besuch der Theateraufführungen mit jedem Jahr besser. Das Publikum konnte hier richtig Theaterluft schnuppern. Die Spielerinnen und Spieler konnten sich auf der Bühne der Aula voll entfalten. Die erfogreiche Arbeit spiegelte sich auch in der guten Zusammenarbeit im Vorstand unter der Leitung des Vorsitzenden Klaus Alewelt wieder.

Die zu dem Zeitpunkt erfolgreiche Jugendgruppe unter der Leitung von Sonja Bay und Marianne Scholz bereicherte viele Hammer Vereine in der Advent und Weihnachtszeit mit den einstudierten Weihnachtsstücken.

Nach der Übernahme des Bauhofes durch den neugegündeten "Trägerverein Alter Bauhof" fand der

"THEATERVEREIN EDELWEISS" eine neue Heimat in diesen Räumen.

 

 

Abschnitt 1997 - 2013

 

Folgt in Kürze !!!!!